Deutsche Telekom / T-Mobile startet mit der 5G Forschung

Telekom bleibt führend bei weltweiter Entwicklung des kommenden Kommunikationsstandards 5G.

Entwicklung von 5G an verschiedenen europäischen Standorten gleichzeitig Mit dem 5G:haus untermauert die Deutsche Telekom ihre führende Position bei der Weiterentwicklung und Standardisierung der 5G-Technologie. Hierzu ist die Deutsche Telekom auch in der NGMN-Allianz (Next Generation Mobile Networks) die sich mit der Entwicklung von 5G beschäftigt aktiv.

Durch die Zusammenarbeit mit Universitäten, Startups, Herstellern und Kunden kann die Telekom die vielfältigen Kompetenzen und Stärken der verschiedenen Partner nutzen und die 5G-Technik aus einer ganzheitlichen, kundenorientierten Perspektive heraus entwickeln. Zu den Partnern des Unternehmens gehören die SoftRAN-Initiative der Stanford University, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz – DFKI der Universität Kaiserslautern, die Fraunhofer-Gesellschaft (Fraunhofer FOKUS und Fraunhofer HHI), Startups wie RF DSP, Kumu Networks und Moogsoft und natürlich Hersteller wie Ericsson, Nokia, Samsung, ZTE, Qualcomm und Huawei. „Mit dem 5G:haus können wir die in Frage kommenden Technologien bewerten und systematisch Beiträge zur Entwicklung des weltweiten 5G-Standards leisten. Wir freuen uns darauf, mit unseren Partnern zusammenzuarbeiten, und hoffen, bald weitere Kooperationen vereinbaren zu können,“ so Jacobfeuerborn.

Beim Mobile World Congress 2015 in Barcelona hat die NGMN das Grundsatzpapier zu 5G vorgestellt, das die Sicht der 24 Netzbetreiber in dieser Allianz darstellt. „Die Veröffentlichung war ein wichtiger erster Schritt dieses Entwicklungsprozesses. Die Branche muss jetzt zusammenarbeiten, um einen globalen Kommunikationsstandard und marktreife Produkte bis 2020 zu ermöglichen,“ sagte Jacobfeuerborn. Das neue Innovationslabor bietet die Chance einer direkten Kooperation innerhalb der Telekommunikations-Branche zur Entwicklung einheitlicher Standards.

5G wird der Nachfolger von 4G LTE und 4G LTE-Advanced. Einen offiziellen Namen für 5G gibt es noch nicht. 5G wird neben höheren Bandbreiten und geringeren Latenzen auch besonders für Maschine-to-Maschine (M2M) und Internet-of-Things (IoT) optimiert werden. Besonders hier wird 5G im Einsatz von kleinen verteilten Routern und Modems interessant.

LTE-M – LTE für Machine-to-Machine Anwendungen

Der neue Standard LTE-M für M2M Anwendungen wird deutlich weniger Ressourcen in Anspruch nehmen. Abstriche werden hauptsächlich bei der Datenrate gemacht. So können M2M Anwendungen mit LTE-M deutlich Energiesparender arbeiten. Somit kann das Internet der Dinge durch LTE-M umgesetzt werden. Ein LTE-M Modul in jedem Gerät, egal ob Toaster, Kühlschrank oder Maschine. Durch die geringere Datenrate bei LTE-M können zusätzlich noch höhere Reichweiten erreicht werden. D.h. mit LTE-M können besser auch schwierige Gebiete abgedeckt werden. Hinzu können die Kosten deutlich reduziert werden. Eine Antenne statt MIMO wie beim herkömmlichen LTE.

Wahrscheinlich wird LTE-M Category 0 könnte zwischen 2015 und 2017 auf den Markt kommen. Erste LTE-M Router werden dann auch erwartet.